Abnehmtagebuch: Die Fettlogik überwinden von Nadja Herrmann

Ich bin seit meiner Kindheit übergewichtig. Ich wurde in der Grundschule mit “Pummeldick” gemobbt und meine Eltern sagten immer: “Du kommst eben nach Oma, da ist die Familie übergewichtig”. Also habe ich es so hingenommen. Ich war einmal in meinem Leben in der Nähe meines Normalgewichtes – da hatte ich Liebeskummer, die erste Beziehung überhaupt ist in die Brüche gegangen. Zu Studienzeiten habe ich dann soviel gewogen, wie niemals zuvor. Nebenbei erwähnt, ein Heilpraktiker hat mir mit 17 Jahren irgendwann erzählt, 1. ich werde keine Kinder bekommen können und 2. abnehmen funktioniert auch nicht, die Hormonlage und das hängt zusammen und überhaupt. Wie tief es sich in mein Hirn gebrannt hat, war mir damals in keinster Weise bewusst. Ich bin also in dem Glauben “Veranlagung und Hormonchaos” gealtert, nach dem Motto “Ich bin so, ich kann sowieso nicht abnehmen”.
Vor gut 1 Jahr bin ich mit meiner Familie durch einen Einkaufsmarkt mit Buchabteilung spaziert und mein Mann zeigte mir das Buch von Nadja Herrmann “Die Fettlogik überwinden”.  Dazu erzählte er mir von Arbeitskollegen, die danach wirklich einiges an Pfunden abgenommen haben. Ich habe es mir im Hinterkopf behalten aber erstmal wieder verworfen. Durch Zufall habe ich dann bei Amazon Kindle ein Gratismonat bekommen und mir dann genau dieses Buch geliehen. Ein Buch das mein Leben veränderte und nun 25 kg weniger auf der Waage gebracht hat. Dieses Buch hat mein Denken total verändert und mir gezeigt, dass ich einen Körper und Stoffwechsel habe, wie jeder andere Mensch auch – das ich abnehmen kann und das es sogar recht einfach ist. Viel einfacher als jemals gedacht

Nadja Herrmann “Die Fettlogik überwinden”

Jeder von uns hat sie, die Fettlogik. Meine war es “Gene und Stoffwechsel funktionieren nicht, also kann ich auch nicht abnehmen”. Eben Gründe, warum ich nicht abnehmen können soll.
Nadja Herrmann erzählt in den Buch aus ihrer eigenen Erfahrung. Mit Anfang 30 und über 150 kg hat der Arzt die Notbremse gezogen und ihr nahe gelegt, endlich abzunehmen, wenn sie denn nicht vorzeitig aus dem Leben scheiden möchte. Sie begann zu recherchieren und Informationen rund um die Themen Diäten, Übergewicht, Abnehmen, wie funktioniert der Stoffwechsel usw. zu sammeln. Sie merkte schnell, dass die Glaubensgrundsätze (geht nicht weil…) falsch sind und der Körper nach einem bestimmten Prinzip funktioniert.
Sie schreibt lustig und klärt auf, wie es wirklich ist. Hier einige Beispiele:

  • „Ich esse nur 1000 kcal pro Tag und nehme nicht ab!“

  • „Mein Stoffwechsel ist kaputt!“

  • „Ich habe an einem Tag nur einen Apfel gegessen und davon zugenommen!“

  • „Übergewicht ist zu einem hohen Anteil genetisch bedingt!“

  • „Im Alter nimmt man zu, weil der Stoffwechsel langsamer wird!“

  • „Mein Stoffwechsel ist langsamer als der von anderen!“

  • „So schädlich ist Übergewicht gar nicht!“

 

 
Fazit: Das Buch hat mir die Augen geöffnet. Ich habe für mich selbst erkannt, dass es keine Ausreden mehr gibt und wenn ich es will, ich es auch schaffen kann. Mein Leitspruch ist “Ich kann weil ich will”.
Mein Mann hat auch direkt mit gemacht und mittlerweile auch mehr als 20 kg abgenommen. Wir haben zwei Dinge getan und genauso simpel ist es auch. Wir haben unseren Grundumsatz an Kalorien berechnet  und versucht ein Defizit zu schaffen. Beispiel: Hast Du 2000 kcal Grundumsatz und isst nur 1000 kcal am Tag, dann sparst Du jeden Tag 1000 kcal. Nach ca. 7000 kcal Einsparung, hast Du 1 kg Gewicht verloren. Außerdem ist Bewegung natürlich wichtig, wobei wir das nicht in die Kalorienbilanz aufgenommen haben.
Ich habe also mit 1.500 kcal am Tag gestartet und bin dann auf 1.100 kcal runter gegangen. Im Schnitt habe ich in 10 Tagen 1 kg verloren. Sport und mehr Bewegung kam automatisch mit weniger Gewicht bzw. sind wir bspw. mit dem Fahrrad zum frühstücken gefahren, dass wir ordentlich essen konnten – ohne die Bilanz des Tages zu zerstören oder hungern zu müssen.  Als wir gestartet sind war es vor allem faszinierend zu sehen, wie viele kcal die einzelnen Lebensmittel so haben und wie viel wir wirklich vorher gegessen haben. Ich habe immer gesagt, ich esse gar nicht viel. Aber drei Kinderriegel über den Tag verteilt, sind bereits eine Mahlzeit. Das war mir überhaupt nicht bewusst.
Welche app wir zum Kalorien zählen nutzen, wie und was wir für Sport treiben, wie das mit den Kindern vereinbar ist, warum wir eine Diätpause eingelegt haben und worauf unbedingt zu achten ist, schreibe ich in meinem nächsten Eintrag. Denn die Abnahme von gut 25 kg hat auch einige Effekte, die unbedingt mit berücksichtigt werden müssen.
Last but not least, der blog von Nadja Herrmann – wer sich noch weiter mit dem Thema beschäftigen möchte.
https://fettlogik.wordpress.com/eine-seite/
 

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