Teil 2 – Die ersten 4 Monate – alleine mit 2 Kindern durch Afrika – im Interview Steffi –

Steffi Metz ist mit ihren beiden Söhnen alleine in Afrika unterwegs. Im ersten Interview  hat Euch Steffi von ihren Reiseplänen berichtet und das sie sich einen Lebenstraum erfüllen möchte. Nun sind die Drei schon einige Zeit unterwegs – quer durch Afrika. Es freut mich so sehr, dass Steffi mir erneut ein Interview gegeben hat, um Euch mitzuteilen, wie es der Famile geht, was sie bereits erlebt haben und wie die Zukunftspläne aussehen.Ihr könnt Steffi auf facebook in ihrer Gruppe „Lebenstraum Afrika“ begleiten und miterleben, welche Abenteuer, Erfahrungen und schönen Begegnungen, sie mit ihren Jungs erlebt. Mittlerweile ist Steffi nicht mehr in Namibia und die Familie ist weiter gereist. Ihr könnt auch auf Instagram @the_afrika_road ihre Reise verfolgen. Steffi, herzlichen Dank für deine Teilnahme an der Blogreihe.

 

INTERVIEW – Allein mit 2 Kindern durch Afrika

 

Wie waren die Tage kurz vor der Abreise? Habt ihr sie besonders genutzt?

Ja, ich habe die Tage mit meinen 3 Söhnen verbracht. Der Große ist ja in Deutschland geblieben. Das war schon für Alle irgendwie traurig.  Wir sind auch nochmal ganz bewusst durch Potsdam gegangen. Es war ein komisches Gefühl. Es fühlte sich sehr endgültig an.

 

Was habt ihr schlussendlich in euren Koffern mitgenommen?

Aus heutiger Sicht zu viel,  auch wenn es nur ein Koffer und ein Rucksack für uns 3 sind . Der Koffer ist aber belastend. Wir sind nicht so flexibel mit dem dicken Ding. Da ist auch nix besonderes drin. Außer das ich für Mo ein tolles Buch mitgenommen habe. Aus aller Welt …

 

Wie habt ihr Euch von der Familie und Freunden verabschiedet?

Das fing schon 6 Wochen vorher an. Wenn ich den auf der Straße getroffen habe, haben wir uns verabschiedet. Die Meisten sind ja bei facebook oder Whats app. Sie folgen uns also. Allerdings empfinde ich es als sehr einseitig, denn ich höre eher selten was von ihnen. Das find ich schade.

 

Bild von Steffi – Lebenstraum Afrika

Nach einem langen Flug seit ihr endlich da gewesen. Wie ging es weiter?

Nein. Wir mussten einen Tag in Doha zwischenlanden. Was ich sehr schön fand. Ich wäre wahrscheinlich nie nach Doha gegangen. Erster Stopp war in Südafrika. Eine Nacht im Backpacker. Fanden wir sehr nett. Dann ging es zum eigentlichen  Ort Riversdale. Tracye hat uns sehr nett empfangen. Wir haben uns sofort wohlgefühlt in ihrem Haus. Ich hatte sofort das Gefühl, das sich da Jemand einen Traum erfüllt hat. So zu leben wie sie jetzt lebt. Ganz einfach, ohne Strom und Wasser. 

 

Ihr seit in einem Dorf „gestrandet“, in das ihr eigentlich gar nicht wolltet. Wie kam es dazu und wie wurdet ihr aufgenommen?

Ich glaube du meinst nicht Riversdale sondern Kayamandi. Das war als wir im Township waren.Wir mussten Riversdale ja leider verlassen, weil es viel zu kalt für uns war. Aus 6 Wochen wurden gerade mal 10 Tage. 

Und dann sind wir planlos weiter gezogen, in der Hoffnung, eine warme Unterkunft zu bekommen. Bis Kayamandi waren es noch 3 Dörfer weiter.  Wir hatten eine Unterkunft im eigentlich sehr noblen Stellenbosch gebucht bei airbnb. Als das Taxi in den slum fuhr, dachte ich schon…. bitte nicht… und tatsächlich er hilft tatsächlich im slum .ich hätte fast geheult.  Dachte aber…  Wir gehen erst mal rein. Drin war es sehr gemütlich und warm. Es brannte Feuer in Kamin und etliche Leute saßen drum.  Alle schiene sich zu freuen uns zu sehen. Wir wurden auch gleich zu einem Zimmer gebracht, wo wir uns ausruhen konnten.  Später wurde noch für uns gekocht.  

Einen Tag später stellte sich heraus, das die Gastgeberin nix von unserer Buchung wusste da ihr Account gehackt wurde … und wir haben nicht gemerkt, das sie von nix wusste. Das war eine sehr schöne Erfahrung. Wir blieben 10 Tage und sind später sogar noch mal, für 3 Tage zurück gekommen. 

 

Welche ersten Erfahrungen hast Du machen können?

Das Leben ist wie es scheint…  und … plane nicht,  das Leben zeigt dir den weg den du gehen sollst. Wir wurden überall sehr freundlich aufgenommen – ausnahmslos 

Bild von Steffi – Lebenstraum Afrika

Nach einiger Zeit seit ihr zurück nach Kapstadt, da es im Dorf relativ kalt gewesen ist. Wie habt ihr den Kontakt in Kapstadt bekommen und wie ist es Euch dort ergangen?

Bei couchsurfing,  airbnb und einfach fragen.  Das hat uns bis jetzt am weitesten gebracht . Einfach fragen. Nichts buchen. Nicht verrückt werden lassen.  Oft wissen wir morgens nicht, wo wir am Abend sind… es hat sich immer was ergeben.  Das war einen gute Erkenntnis.  Vertraue … bis heute,  mehr als 3 Monate reisen,  hatten wir 20 Unterkünfte.  Es gibt welche die bleiben in Erinnerung.  Anders nicht.

Wie lange seit ihr nun insgesamt unterwegs und wie gefällt es Euch?

4 Monate .  Es gefällt mir. Allerdings  möchte ich ab Tansania ein Auto besorgen. Das macht das Reisen denke ich, leichter. Und auch günstiger. Bei den Taxis wird man doch ziemlich abgezockt. 

Merkst Du schon Veränderungen bei den Kindern?

Auf jeden Fall. Yves ist so entspannt wie nie zuvor. Auch wenn er ab und an sagt, er will nach Hause,  plant er kurz darauf den nächsten Trip.  Das ist im übrigen seine Aufgabe. Unterkunft und fährt zu organisieren. Mo fügt sich als ob es nie was anderes im Leben gab.

Bild von Steffi – Lebenstraum Afrika

Ihr seit nun in Namibia. Wo genau seit ihr und arbeitest Du dort?

Eigentlich sollten wir 10 Wochen in der kivo LODGE bleiben. Das war aber nix. Ich wollte die einheimischen Köche schulen. Leider wurde das nicht angenommen. Und da ich meine Zeit nicht absitzen wollte, sind wir weiter gezogen. Im Moment reisen wir eher. 

Ist es so dein Traum – den Du jetzt lebst oder hast Du es Dir anders vorgestellt?

Ich habe mir glücklicherweise nix vorgestellt. Bevor wir los sind, hätte ich ja nicht wirklich Reiseerfahrung.  Wir erleben hier jeden Tag soviel,  dass wir öfter auch einen Zwangspause machen müssen. Diese ganzen neuen Eindrücke – diese vielen Lebensweise zu verstehen.  Das ist verdammt viel. Reisen ist definitiv anders als Urlaub… Reisen ist Arbeit… teils harte Arbeit. Und Therapie.  Die beste Familientherapie wie ich finde.

Ihr seit krank geworden und musstet ins Krankenhaus. Was ist denn passiert und wie geht es Euch heute?

Wir hatten Alle Durchfall und bei Mo war es besonders schlimm. Er ist sehr stark dehydriert. 7 Tage Krankenhaus  in Windhok.  Ich muss gestehen, ich habe mich sehr behütet gefühlt,  es hat mir sehr gefallen . Danach waren wir Alle wieder fit. 

Wie sieht die nahe Zukunft und Reiseplanung aus?

Wir planen nur sehr grob. Und oft klappt auch das nicht … von Zukunft kann ich derzeit nicht sprechen. Ich habe auf Reisen das gefunden was ich wollte  . Freiheit. Das genieße ich erst mal. 

Bild von Steffi – Lebenstraum Afrika

Gibt es Dinge, die Du uns mitteilen möchtest?

Ich kann nur Jedem empfehlen, wenn man das Bedürfnis nach Etwas hat, es zu tun  und zwar jetzt. Wartet nicht auf den passenden Moment. Lebe deinen Traum. egal wie verrückt er klingt. 

 

 

Liebe Steffi, herzlichen Dank für das erneute Interview. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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Homepage: www.steffi-metz.de

 

 

 

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