Einschulung – Schultüte und 1. Schultag – Mama in trouble

Eine Einschulung, eine Schultüte und der 1. Schultag. Im Freundes- und Bekanntenkreis haben Alle gesagt: “Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern. ” Ich muss sagen, sie haben Recht. Als wir vor ca. einem Jahr die Schulanmeldung ausgefüllt  und vorher uns mit sämtlichen Schulformen auseinander gesetzt haben, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass mein kleiner Schatz bald zur Schule kommt. Die Entwicklung hat aber ihren Lauf genommen. Am Tag es Rauswurfes, aus dem Kindergarten, habe ich da gestanden und gedacht: “Ja jetzt wird es Zeit für die Schule.” Bis dahin lagen aber sage und schreibe 8 Wochen Sommerferien vor uns. Die fingen recht turbulent an aber mit den Wochen haben wir unseren neuen Rhythmus gefunden. Der 17. August 2019 rückte aber näher und näher. Die Kinder haben gemerkt, jetzt geht es bald los, denn ich war mit jeder Menge Planung, Garten, sauber machen, Vorbereitungen usw. beschäftigt. Vor der Einschulung selbst war mein großer Sohn dann aber nicht mehr die Ruhe in Person. Die Gefühle fuhren Achterbahn. Er war nervös und aufgeregt – in seinem kleinen Kopf drehte es sich. Eine Mischung aus Vorfreude und Angst vor dem Ungewissen. Er konnte es nicht wirklich in Worte fassen und beschreiben. Ansprechen durften wir ihn nicht. Er war gereizt und wollte nur erzählen, wenn ihm danach ist und am Abend vor der Einschulung weinte er sogar und sagte: “Er möchte nicht in die Schule. Er möchte keine Feier.” 

Ich als Mama habe die Zeit zunächst als puren Stress erlebt. Es musste soviel geplant werden, so dass ich sogar schon einen Tages-/Stundenplan gemacht habe, um Alles zu schaffen. Am Abend vor der Einschulung habe ich fünf Salate, den Kuchen dekoriert, Pop Cakes, die Deko usw. erledigt. Außerdem den Garten und Hof in Schuss gebracht, Deko gebastelt usw..  Mein Ansporn war es, dass unser Sohn einen tollen Tag erlebt und eine Feier, an die er sich irgendwann auch noch erinnern kann. Manchmal habe ich mich gefragt, wie das mit drei Kindern Alles machbar gewesen ist aber hey, wo ein Wille….

Die Einschulung

Am Einschulungstag war die Freude riesig. Sichtlich nervös haben wir uns in schicke Sachen geworfen und sind zur Schule gefahren. Kaum in der Turnhalle angekommen, mussten die Erstklässler sich auch direkt in die ersten Reihen setzen. Der Moment, in dem mir als Mama bewusst wurde: Ab jetzt heißt es tagtäglich ein wenig mehr los lassen. Nach einem wirklich schönen Theaterstück der 4. Klassen, wurden die Erstis in ihren Klassen aufgerufen. Wir waren recht schnell dran und dann sind sie an uns vorbei raus marschiert. Weg war er, mein großer Junge. Weg zur ersten Schulstunde. Wir Eltern hatten dann die Möglichkeit Kaffee und Kuchen zu essen und danach noch Bilder in dem Klassenraum zu machen. Unser Großer war total gelöst und glücklich – Alle nett, Alles gut gelaufen. Nach Hause wollte er dann aber trotzdem schnellstmöglich. Das kam uns auch gelegen, denn wir wollten unsere Feier noch vorbereiten. 

Zu Hause haben wir dann mit Freunden und Familie gefeiert. Das war richtig schön und ich glaube die Mühen der letzten Tage, haben sich definitiv gelohnt. 

Als Mama habe ich die Einschulung mit vielen Emotionen erlebt. Stolz hat definitiv Alle anderen Gefühle in den Schatten gestellt. Dabei waren aber auch Ungläubigkeit – das Kind ist wirklich schon sechs Jahre alt, Respekt – vor der kommenden Zeit, Angst – den Alltag zukünftig organisiert zu bekommen und ob es wirklich so gut und harmonisch laufen wird, Trauer – das uns die Flexibilität genommen wird, denn Schule heißt: Zeitplan, zeitig schlafen gehen, Urlaub nur noch in den Ferien usw.. So kämpfte ich also ab und an mit meinen Emotionen und war schlussendlich auch erleichtert, dass der Schritt nun getan ist und wir nun ein Schulkind haben. 

Die Schultüte – Inhalt

Die Schultüte durfte er sich optisch selbst aussuchen. Bewusst hatten wir weder Schulsachen, noch Süßigkeiten eingepackt. Die Schulsachen hatte ich zum größten Teil bereits in der Schule deponiert und Süßes gibt es sowieso in Hülle und Fülle. Wir haben uns also für einen anderen Inhalt entschieden:
  • Schul- T-Shirt
    Als echtes Schulkind darf natürlich ein eigenes Schul-Tshirt nicht fehlen. Das hat er auch direkt zu seiner Feier angezogen und sich sehr gefreut
  • Kartenspiele
    Ein Autospiel und Naturexperimente als Kartenspiel
  • Kletties für den Ranzen
    Auf eigenen Wunsch hat er sich noch Polizei Kletties für seinen Ranzen gewünscht.
  • Geld in Form von Einkaufstalern
    Taler, damit er sich selbst noch ein Spielzeug aussuchen kann.
  • Süßigkeiten
    Ganz wenig Süßes - es kam aber noch jede Menge dazu.

Die ersten Schultage

Nun sind wir am dritten Schultag und ich muss sagen, es läuft besser als erwartet. Die emotionale Achterbahnfahrt ist für uns Alle beendet und so langsam aber sicher kehrt der Alltag zurück in unser Leben. Selbstverständlich ist noch Alles neu und wir müssen besondern mit den Bring- und Abholzeiten üben aber das werden wir über kurz oder lang auch hinbekommen. Morgens muss ich nicht nur die drei kiddies fertig bekommen, es müssen auch Alle mitspielen, dass wir pünktlich in der Schule sind. In den ersten Tagen dürfen wir die Erstklässler noch bis vor das Klassenzimmer bringen. Da kommen die Zwillinge natürlich mit. Das ist mal mehr und mal weniger stressig. Ich muss sagen, die Schule tut ihm gefühlt gut, auch wenn ich derzeit sehr viel Respekt davor habe, wenn es erstmal so richtig los geht .Bis jetzt haben sie noch kein Unterricht nach Plan gemacht, noch kein konzentrieren eine Schulstunde usw.. Damit fangen sie langsam an. Auch ist es wichtig, keinen Druck auszuüben, selbst nicht ungeduldig zu werden oder zuviel zu verlangen. Die Schule stellt auch Eltern vor eine Herausforderung und schmeißt den ganzen Alltag durcheinander. Wir müssen uns neu organisieren und strukturieren. Ich bin gespannt wie der Herbst wird, die erste Erkältungswelle und wenn die Hausaufgaben nicht nur ein Blatt sind sondern vielleicht drei oder vier Blätter. Da kommt noch Einiges auf uns zu aber der Stolz auf unseren Sohn – der ist noch immer da. Wir haben jetzt ein Schulkind und es fühlt sich gut und richtig an. Warten wir einfach einmal ein paar Wochen ab :-). 

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