Interview Teil 2 mit Lenchen: “Kind mit Herzfehler, Familienaufstellung, 2. baby und Schulmedizin”

Im ersten Teil des Interviews hat Lenchen über die schwierige und lange Geburt ihres Sohnes berichtet. Dieser kam mit einem Herzfehler zu Welt, der erst spät entdeckt wurde. Der kleine Sonnenschein war fast taub und in der Entwicklung verzögert. Ihren Weg, die Meinung über die Schulmedizin und wie es dem kleinen Julian heute geht, nun im zweiten Teil des Interviews. 
 
Auch in diesem Blogpost möchte ich erneut darauf hinweisen: Es geht um einen Einblick in das Leben anderer Familien und sie stellen uns ihre eigene, ganz persönliche Lebenseinstellung vor – in ihrer eigenen Sprache. In diesem Teil wird Lenchen bspw. auch ihre Einstellung zum Thema “impfen” beantworten, denn sie haben, wie im 1. Teil zu lesen, schlechte Erfahrungen gemacht. Wir möchten weder eine Impfdiskussion aufrufen, noch generell über das Thema urteilen. Die Meinung ist ihre und gehört zu ihrem Leben und wir Alle können es lesen und befürworten oder uns unseren Teil denken. Ich persönlich finde es wichtig, das Leben zu zeigen wie es ist – egal zu welchem Thema – Jeder geht seinen eigenen Weg und ich bin sehr dankbar und glücklich, das Lenchen ein so ehrliches und offenes Interview gegeben hat. Hierfür herzlichen Dank! 
 
 

 

Du hast Familienaufstellen machen lassen. Was genau ist das und wie wird das gemacht?

 Familienaufstellung bezeichnet ein Verfahren, bei dem Personen stellvertretend für Mitglieder des Familiensystems, eines Klienten, konstellativ angeordnet (gestellt) werden, um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition, gewisse Muster innerhalb jenes Systems,erkennen zu können. Das Familienstellen gründet auf der Vermutung, dass innerlich-grundlegende Beziehungen auch innerlich räumlich abgespeichert wirken – je nach Ausprägung funktional bis dysfunktional. Es handelt sich bei Aufstellungen nicht um Rollenspiele. (Quelle nachzulesen bei Wikipedia) Ich musste es mal mit einer Quelle erklären, denn mit eigenen Worten kann ich dies kaum, man muss es einfach erlebt haben und mitgemacht haben. Man geht zum Familienstellen, dort ist meistens der, der das anbietet (oft ein Heilpraktiker) und 6-8 weitere Personen, die ebenfalls Probleme haben oder eben nur als ,, Helfer” dabei sind. Man schildert dem Heilpraktiker (oder anderer anbietenden Person) sein Problem. Bei uns war es jetzt einfach Alles was ich bisher erzählt habe. Der Heilpraktiker sagt dir dann, welche Personen und-/oder Gefühle du dann aufstellst am besten. Dann suchst du dir für jede Person in deiner Familie jmd, von den 6-8 anderen Personen aus und stellst diese irgendwo in den Raum, wo du denkst dass sie richtig stehen. Wenn das erledigt ist, lässt man das ,, Spiel beginnen” sag ich mal so, es fängt oft einfach von selbst an zu laufen. Man selbst wirkt nicht mit sondern ist nur Zuschauer. Am Ende geht es darum, die Probleme, die man hat, aufzulösen. Man kann aber nicht erwarten, dass man mit einer Aufstellung ALLES in Griff bekommt. Dazu muss man ein paar Mal öfter hingehen und das energetische System ersteinmal ein bisschen gewirkt haben lassen.

 

Welche Erkenntnisse hast Du daraus gewonnen?

Hmm… Erkenntnisse sind schwer zu definieren, man nimmt auf jeden Fall immer ganz viel mit und ich kann sagen, dass ich ne heftige Heilreaktion hatte. Ich hatte 2 Tage später eine heftige, virale Meningitis (Hirnhautentzündung), unspezifisch man hat den Erreger nicht gefunden. Aber es hat mich zu einer Auszeit gezwungen, was sich klar raus kristallisierte beim Familienstellen, dass ich eine Auszeit brauche. Julian hat anschließend angefangen zu laufen und zu sprechen.

 

Was denkst Du von unserem Gesundheitssystem und von der Schulmedizin?

Also wir haben schon Glück, dass wir überhaupt ein Gesundheitssystem haben und ebenso die Schulmedizin, ..vorallem wenn man sich andere Länder wie die USA beispielsweise anschaut.ABER: Ich bin der Meinung dass die Schulmedizin für den Notfall gut ist. Handeln zu können, wenn etwas Schwerwiegendes passiert ist, wie ein Autounfall oder aber auch, für Menschen, die nichts anderes kennen und der Schulmedizin vertrauen. Ebenso ist die Schulmedizin manchmal ein wichtiger Aspekt, in Hinsicht auf natürliche und alternative Heilmethoden, deshalb bin ich auch der Meinung das Schulmediziner viel öfter mit alternativen Heilern , wie z.B Heilpraktikern zusammen arbeiten sollten.Desweiteren denke ich, dass unser Gesundheitssystem eine Generalüberholung braucht. Es ist zu sehr auf Geld fixiert, alles was der Pharma- Maffia” kein Geld bringt, wird nicht gemacht, oder verboten (Vitamin B17 als Beispiel). Dabei könnte es so einfach sein, wenn die Welt von Menschlichkeit regiert werden würde und nicht vom Geld.

Wie erklärst du dir die plötzliche Gesundheitliche Verbesserung bei eurem Sohn?

Erklären kann ich das nicht, wirklich nicht. Ich vermute einfach, dass es das Zusammenspiel aus sehr guten Therapien (nicht medizinisch, sondern Physio, Logo, Frühförderung etc.), plus die Alternativen, sowie das lange nicht mehr impfen und der Kitawechsel, in eine alternative Kita und seine dazugehörige Einzelintegration dazu geführt haben. Das ist schlussendlich das gesamt Paket, was ihm so gut bekommt. Nichts Schulmedizinisches hätte je dazu führen können.

 

Wie steht ihr alternativen Heilmethoden gegenüber? Haben Sie bei eurem Sohn schon angeschlagen?

Wir lieben alternative Heilmethoden. Gerade bei kleineren Erkrankungen, wie Fieber, Grippe o.ä.. Meine Mutter hat mir viel über Kräuter beigebracht und daher machen wir viel selbst, wenn wir krank sind. Gegen Fieber schwören wir z.B. auf Holunderblüten- Honig- Milch, die es am Abend gibt oder auch Holunderblütentee gegen allgemeine bakterielle Infekte und Erkrankungen. Bei Husten selbstgemachter Spitzwegerich Hustensaft und bei Schmerzen selbstgemachte Beinwellsalbe. Nicht nur bei unserem Sohn sondern auch bei uns, schlagen alternative Heilmethoden super an.

 

Welche Meinung hast Du über Ärzte?

Da bin ich Zwiespalten, denn man kann nicht Alle über einen Kamm scheren, obwohl ich das manchmal wirklich gerne wollen würde. Ich habe durch unseren Sohn und meine Ausbildung viel mit Ärzten erlebt und kann sagen, dass es die Solchen gibt, die nur auf Profit aus sind und die Welche, die tatsächlich noch einen Menschen in einem Patienten sehen und nicht nur die Dollarzeichen. Es gibt die Welche, die sich Zeit nehmen für ihre Patienten, sich ihnen annehmen und ihnen bei stehen. Es gibt die Welche, die einen nicht mal ansehen, während einer Untersuchung und einen einfach ohne mit Einem zu reden oder Einen vorzubereiten anfassen. Es gibt die Welche, die die Intims- und Privatsphäre wahren und es gibt die Welche, die vor dem Patienten in der 3. Person über den Patienten reden, in der Hoffnung dass Dieser nichts versteht. Leider habe ich von der ,, guten” Sorte, die wirklich mit Herz ihren Job machen und versuchen Einem zu helfen, zu wenige Ärzte kennen gelernt. Fahre aber deshalb auch durch ganz Deutschland mit unserem Sohn, um bei den ,,Guten” zu sein. Natürlich bin ich durch meine Ausbildung ganz klar, auf der Seite des Arztes, der noch mit Herz dabei ist und nicht ans Geld denkt. Leider bleibt dafür im heutigen Pflege- und Gesundheitssystem nur so wenig Zeit. Zu viele Patienten, auf zu wenig Personal, was dazu führt das Ärzte zu der zweiten Variante werden und Schwestern ,, abgehärtet” . Niemanden mehr bei stehen, sich keine Zeit für Gespräche nehmen und nicht zuhören. Das sie nicht hinsehen, sondern weg sehen, dass sie abarbeiten. Stur nach Einheitsbrei und dabei so viel übersehen und falsch machen.

Euer Sohn hat schon sehr viel erlebt und viele Ärzte gesehen? Hat das bleibende Traumata hinterlassen? Wie macht sich das bemerkbar?

Ja, gerade dadurch dass er entwicklungsverzögert ist, hat man viele weitere Verdachtsdiagnosen in den Raum geschmissen. Jede Einzelne davon, hat uns jedes mal den Boden unter den Füßen weggerissen. Dementsprechend viel waren wir bei Ärzten unterwegs , auch wenn jedes mal nichts bei raus kam, war es für unseren Sohn nicht immer angenehm. Schon alleine seine lange Ohrenentzündung und das ständig jmd an seinen Kopf wollte, löst heute aus, dass Niemand außer wir Eltern an seinen Kopf dürfen. Und wir dürfen auch nur an seinen Kopf, um Haare zu kämmen, Zähne zu putzen oder ihn zu streicheln. Mehr lässt er auch nicht zu. Haare waschen führt zum völligen Schreikrampf mittlerweile, genauso wie ein Friseurbesuch. Sobald er mittlerweile Ärzte in Kitteln sieht oder Schwestern, klammert er sich an uns fest und schreit. Selbst wenn sie Nichts machen. Routine abhören bei U- Untersuchungen ist nicht möglich. Mittlerweile kann er sich auch ganz gut wehren und das ist für alle Beteiligten nicht sonderlich angenehm. Was es auch schwer macht mit ihm alleine zu irgendwelchen ärztlichen Kontrollen  oder Terminen zu fahren. Wir müssen mittlerweile immer zu zweit fahren, damit wir ihn einigermaßen gut vorbereiten können und anschließend gut trösten. Er hat also definitiv Traumata, die wenn er älter ist, auf jeden Fall aufgearbeitet werden müssen

 

Würdest du auf Grund deiner Erlebnisse mit Ärzten anders umgehen? Was würdest du betroffenen Eltern raten?

Ich würde nicht nur anders mit Denen umgehen, ich gehe mittlerweile anders mit Ihnen um. Ich lasse mir meine medizinische Ausbildung ansehen, ich sage mittlerweile Kkipp- und klar, was ich möchte und was sie dürfen bzw nicht dürfen! Ich lasse mir nicht mehr den Mund verbieten, ich stelle Fragen und lasse sie nicht eher gehen, bis sie zufriedenstellend beantwortet sind. Vergreifen die Ärzte sich im Ton, reden in der 3. Person über uns und das vor uns oder urteilen vorschnell, sage ich ihnen ganz klar, dass sie gerade Grenzen und Kompetenzen überschreiten. Das hilft tatsächlich. Was ich anderen Eltern raten würde? Sich stark zu machen für ihr Kind! Einzustehen, für das was man lebt und möchte! Sich nicht Alles bieten zu lassen und zur Not mit dem Anwalt zu drohen oder ihn sogar einzuschalten. Also ebenfalls eine gute Rechtsschutz abzuschließen. 😉

Für frisch gebärende Eltern, würde ich empfehlen, eine Liste zu machen. Eine Liste mit Dingen die ihr euch wünscht und die in keinem Fall so durchgeführt werden dürfen. Beispielsweise Dammschnitt ohne mündliche Einwilligung. Diesen Zettel schon bei Aufnahme Jemanden in die Hand zu drücken für die Akte und ebenfalls bei sich, oder der Begleitperson noch ein Exemplar davon zu haben. Dann ist man auf der sicheren Seite und hat wahrscheinlich auch ein besseres Gefühl und das Klinikpersonal weiß auch gleich Bescheid.

 

Auch wenn es ein kritisches Thema ist möchte ich es gerne fragen, da ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt.  Wie ist deine persönliche Meinung dazu, dass Babies mit 8 Wochen bereits geimpft werden und auch in diesem Umfang?

Also, ich würde uns nicht als Impfgegner sehen, eher als impfkritisch. Denn der Grundgedanke und die Grundidee, die hinter der Impfung stecken ist ja wirklich fantastisch. Lediglich die gesamten Inhaltsstoffe machen es bedenklich. Ich persönlich, mit den Erfahrungen, die ich mit meinem Sohn machen musste, finde es absoluten Bullshit, babies so früh, so viel Gift einzuspritzen. Man umgeht das natürliche Immunsystem, was sowieso kaum vorhanden ist mit 8 Wochen, weil es noch im Aufbau ist und möchte aber dass das Immunsystem greift. Plötzlich wundert man sich, warum das Kind mit der 6 Fachimpfung ein Herzinfarkt bekommt oder aus unerklärlichen Gründen (plötzlicher Kindstod) nachts stirbt. Für uns mittlerweile undenkbar und rückblickend, unser größter Fehler gewesen, zu impfen. Gäbe es manche Impfstoffe als Einzelimpfdosen, mit einer guten chemischen Zusammensetzung und ohne Gift, wie Alluminium oder Quecksilber, könnte man anders agieren und nochmal umdenken. Ich möchte hier aber auch ganz klar sagen, dass ich jede Mutter, die Ihr Kind impft verstehen kann. Die meisten machen es aus Angst. Jede Mutter ist eine gute Mutter und tut Dinge um ihr Kind zu schützen. Diejenigen, die ihr Kind impfen, wollen ihr Kind schützen und die Jenige, die ihr Kind nicht impfe,  ebenfalls.

Ein Themenwechsel: Euer Sohn schläft bei euch im Familienbett. Wie stehst Du generell zum Thema Familienbett?

Unser Sohn schläft seit Geburt bei uns mit im Bett oder am Bett (Beistellbett) . Bevor wir ein Kind hatten, war ich immer der Meinung, dass Kinder in ihrem eigenen Bett, in ihrem eigenen Zimmer schlafen müssen. Das hat sich sofort geändert gehabt, als unser Sohn auf der Welt war. Wir waren beide abhängig voneinander und konnten ohne den Anderen gar kein Auge zu tun. Ich finde das Familienbett  toll, es gibt uns allen die Geborgenheit und Sicherheit die wir brauchen. Gerade jetzt, wo wir so viel durch haben, brauche ich es umso mehr, dass mein Sohn bei mir, bei uns ist nachts. Ich möchte mir keine Sorgen um ihn machen müssen. Natürlich ist es manchmal anstrengend, weil er eben plötzlich nachts mehrfach nach Einem tritt, oder im Schlaf an den Haaren zieht. Das was daraus resultiert, ist eine gute Eltern- Kind – Bindung , die auf Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit beruht. Er weiß das wir immer da sind. Das wir über ihn wachen, ihn schützen. Und wir wissen das er bei uns ist, in Sicherheit und nicht alleine.

Glaubst du dass seine Erkranung Einfluss auf eure Erziehung hat ( bspw. keinen Wunsch abschlagen usw.)

Nein, ich denke nicht. Wir erfüllen Wünsche, wenn wir sie erkennen und sie dem Maß entsprechen, was bedeutet große Sachen gibt es eben nur zum Geburtstag oder Weihnachten. Kleinere Sachen gibt es auch mal zwischendurch. Das Mama bisschen ,,strenger” ist als Papa, liegt nicht an der Besonderheit unseres Sohnes, sondern an unseren Persönlichkeiten als Eltern. Einer von beiden ist halt oft Derjenige, der Sachen verneinen muss, in diesem Fall bin ich das. Während der Papa all’ die tollen Tobe- Sachen macht. Und ja vorallem jetzt , wo Julian laufen kann, lasse ich ihn so viel wie möglich alleine laufen und der Papa geht aber noch auf jeden ,, Papa, Arm?” ein und trägt ihn durch die Gegend. Das ist okay. Manchmal nutzt er glaube ich seine Besonderheit auch gezielt aus, gerade bei der Oma. Dinge die er zu Hause gut kann und in der Kita sogar alleine macht, werden bei Oma (manchmal auch zu Hause) nicht mehr gekonnt. Das ist okay, es ist ein Kind. ,, Normale” Kinder machen sowas auch und Eltern und Omis von anderen ,,normalen” Kindern sind dann dort ebenso wie wir. 

Welche Dinge, haben sich in Deinem Leben durch diese Erfahrungen verändert?

Definitiv meine und unsere Einstellung zur Schulmedizin. Die Einstellung zu meinem Job, oder zur Fremdbetreuung. Zu Inhaltsstoffen und Selbstversorgern. Durch diese Erfahrungen, fangen wir an selbst zu machen: Duschgel, Zahnpasta, Waschmittel etc. verzichten auf Mikroplastik und versuchen nach und nach Plastik größtenteils komplett aus usnerem Haushalt zu verbannen. Wir wollen unseren eigen Garten haben und selbst anbauen und vorallem haben all’ diese Erfahrung mich erkennen lassen, dass man Geld auch anders verdienen kann und muss , um bei seinen Kindern zu sein und sie aufwachsen zu sehen. Ich nehme mir nun viel mehr die Zeit gezielt nur für Familie. Ich weiß durch diese Erfahrungen nun auch, dass ich keine ,,normale” Fremdbetreuung und keine ,,normale” Schulform für meine Kinder möchte. Diese ganzen Erkenntnisse und Einstellungen die sich geändert haben, führen letzendlich dazu, dass wir darauf hinarbeiten ein System unabhängiges Leben zu führen und unseren Kindern elementar wichtige Dinge beizubringen.

Wie definierst du Glück?

Glück ist für mich Leben! Das Leben! Auch wenn man manchmal denkt, dass man kein Glück hat, führt es oft oder letztendlich dazu, dass wir Glück haben und uns gut oder besser fühlen.Das Leben hält genau das für uns bereit, was wir uns ausgesucht haben und die Erfahrungen die wir daraus schöpfen, lassen uns Dinge so ändern und beeinflussen, dass sie für uns wieder positiv sind. 

Welche Lebenseinstellung, bzw. -Lebensmotto habt ihr?

Wir glauben an Karma und die Macht der Anziehung –  Alles kommt wie es kommen muss.

Du bist mit deinem zweiten Kind schwanger. Was läuft in dieser Schwangerschaft anders, bzw. gibt es Dinge, die Du definitiv anders machen möchtest?

Diese Schwangerschaft ist definitiv anders, anders und schön. Sie geht manchmal im Alltagsstress mit unserem Großen etwas unter, aber abends oder wenn Julian gerade woanders ist, bei Oma z.B, ist unsere Zeit und die genieße ich. Ich genieße, dass ich dieses Mal von Anfang an zu Hause bin. Kein finanziellen Druck habe oder Druck noch eine Ausbildung fertig zu bekommen. Dieses Mal merke ich, dass ich nicht so viel Stress habe, ich werde und würde mich auf keinen Fall auf Medikamente in irgend nem Fall einlassen. Ich möchte in dieser Schwangerschaft einfach nichts riskieren. Ich werde definitiv nicht im Krankenhaus gebären. Ich werde zu Hause gebären, unter den Umständen, die ich mir aussuche. In der Atmosphäre die ich möchte, selbstbestimmt. Ich werde in der Position gebären, in der es für mich am angenehmsten ist, mit einem Birth- Pool, vielen Kräutern und Blüten drin. Die Hebamme lediglich im Hintergrund. Für einen ,, Notfall” werde ich einen Zettel vorbereiten, mit Dingen die ich möchte und nicht möchte. Ich werde nach der Geburt mein Kind auf meiner Brust oder meinem Bauch liegen haben, so lange wie ich es möchte, ohne vermessen und wiegen. Ich werde die Plazenta mit gebären und erst 24h später die Nabelschnur von der Plazenta trennen. Ich werde mich dieses Mal, von Niemanden wuschig machen lassen und gebe meinem baby die nötige Zeit die es braucht, genau so wie es kommen darf, wann es möchte und bereit dazu ist.

Glaubst du, dass eine Mutter, eine andere Ebene zu ihren Kindern hat bzw aufbauen kann (bspw. das Kind beeinflussen) obwohl kein einziges Wort gesprochen wurde?

Je nachdem, wie die Frage gemeint ist. Geht man von einem tauben Kind aus, hat die Mutter definitiv eine andere Ebene der Kommunikation mit ihrem Kind und kann das Kind somit auch auf ganz anderer Ebene beeinflussen. Geht man aber davon aus, dass Beide vollständig hören und einfach kein Wort miteinader sprechen, würde ich NEIN sagen, denn Kommunikation ist ein Grundbedürfnis. Dazu gibt es auch verschiedene Experimente aus dem Mittelalter. Die Kinder würden eingehen und nicht überleben, ohne ein einziges Wort Sprache, wenn dabei auch Nähe weg bleibt. Die Frage ist wirklich schwierig zu beantworten.


Im Internet findet ihr Lenchen auf Instagram unter: delaines_wundersame_welt


 

Ich danke Dir für dein Interview und den privaten Einblick in euer Leben!

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