Kinder und Familienhund – eine große Verantwortung für Alle

Unsere Tibet Terrier Hündin ist sechs Jahre alt und unser Familienhund – sie ist ein Jahr vor unserem Großen in die Familie gekommen und für uns ein Familienmitglied. Ich nehme sie wirklich überall mit, morgens im Auto zum Kindergarten, zum einkaufen, bei Ausflügen, auf Fahrradtouren oder in den Urlaub. Selten das wir sie zu Hause lassen. Im Sommer bei 30 Grad oder im Winter bei Minusgraden kann sie natürlich nicht im Auto bleiben. Auch in die Stadt nehme ich sie nicht mit  – dann wartet sie zu Hause und genießt die Ruhe für ein paar Stunden.

Die Kinder sind mit ihr aufgewachsen und haben von Anfang an bereits gelernt:

  • der Hund wird nicht geärgert
  • wenn der Waffel schläft, wird er nicht gestört
  • Futter wird niemals weg genommen

Das haben die Kinder auch verstanden und funktioniert wirklich gut. Mit einem Vierbeiner zu Hause wissen die Kinder, der Hund braucht Futter, muss raus zum Gassi gehen, benötigt auch Kuscheleinheiten und Liebe und kann auch mal krank sein. Rücksichtnahme und Verantwortung gehören in ihrem Leben dazu. Wenn das Wasser alle ist, dann sagen sie Bescheid. Von Anfang an durften sie unsere Maus füttern oder auch die Leine beim spazieren gehen halten. Das bringt mit sich, dass sie generell keine Angst vor Hunden haben, so dass immer ein wachsames Auge notwendig ist, wenn sie einen anderen Hund streicheln möchten.

Generell habe ich die Kinder im Babyalter niemals alleine mit dem Hund gelassen. Unsere Kleene ist total lieb und die Kinder können sich auf sie setzen, an den Ohren oder Schwanz ziehen und sie macht keinen Mucks. Allerdings gibt es dafür keinen Garantieschein. Hunde mit Schmerzen reagieren bspw. anders und können sehr wohl auch zuschnappen. Auch wenn sie sich erschrecken oder gerade Scheinschwanger sind oder auch nur auf ihrem Lieblingsknochen kauen – diese Situationen können dazu führen, dass ein Familienhund plötzlich anders reagiert als sonst. Deswegen gilt:

Kleine Kinder niemals ohne Aufsicht mit dem Tier alleine lassen!

Wie es mit dem Hund gehandhabt wird, ob er mit auf das Sofa oder die Krabbeldecke darf, dass ist von Familie zu Familie sehr unterschiedlich. Ein Tibet Terrier gehört zu den   Hunderassen, die nicht haaren und somit stört es uns nicht, wenn sie direkt neben den Kindern auf der Decke liegt oder auch auf dem Sofa schläft.
Natürlich bringt der Wuffel auch jede Menge Sand und Getier mit ins Haus. Besonders in der Zeckensaison schauen wir sofort einmal über das Fell, dass keine Zecke irgendwo herum krabbelt. Die Kinder werden auch abends abgesucht – aber das ist unabhängig von unserer Wuffeline, denn die toben auch den ganzen Tag im Garten.

Eine große Verantwortung für Alle

Einen Hund in der Familie zu haben bedeutet auch Verzicht, Planung und Rücksichtnahme. Wir können nicht den ganzen Tag weg sein, im Urlaub darf der Hund nicht mit in die Geschäfte und auch nicht in jedes Restaurant. Das schränkt ein und bedarf oft guter Organisation. An der Nord- und Ostsee gibt es zwar Hundestrände aber die sind meist weit weg von Cafés und Eisdielen. Natürlich könnte der Hund immer warten oder zu Hause bei Oma und Opa bleiben – mir würde sie aber sehr fehlen und so nehmen wir das gerne in Kauf und planen unseren Urlaub entsprechend.
Ein Hund beschützt seine Familie und passt auf. Egal wo wir unterwegs sind, der Hund muss unter Kontrolle sein. Auch Hunde untereinander können sich mal nicht mögen oder der Hund mag einen bestimmten Menschen nicht und reagiert mit bellen oder knurren.
Wieso also eine große Verantwortung für Alle? Die Kinder bekommen seit Geburt mit, wir sind für den Wuffel verantwortlich. Wir sorgen für Nahrung, Bewegung und das es ihr gut geht oder auch das sie Niemanden etwas tut. Als Hundehalter und Mama und Papa haben wir die Verantwortung auf Alle aufzupassen und die jeweiligen Bedürfnisse zu erfüllen. Der Hund selbst fühlt sich ebenfalls für die Familie verantwortlich und beschützt sein “Rudel”.

Soviel Verzicht und Nachteile – warum wir niemals ohne Familienhund sein würden

In meinen Augen bereichert sie unser Leben. Durch sie schützen unsere Kinder auch andere Tiere und gehen verantwortungsvoll mit ihnen um. Hier werden Spinnen, Regenwürmer, Fliegen und jegliches Getier gerettet und fachmännisch nach draußen gebracht. Unser Kinderarzt meinte das Kinder, die mit Tieren aufwachsen, weniger krank sind, weil sie meist nicht in einer “sterilen Umgebung” groß werden. Das kann ich bestätigen. Wir sind sowieso alle gerne barfuss unterwegs und bringen selbst genügend Sand mit ins Haus aber sie knuddeln mit dem Hund oder teilen auch gerne mal das Essen (wenn wir so schnell nicht hingeguckt haben). Das ist natürlich nicht so gewollt aber scheinbar härtet der Umgang mit dem Hund sehr ab. Die drei sind fit und selten krank. Natürlich gehen wir auch bei Wind und Wetter raus, dass auch das Immunsystem stärkt. Alle drei nehmen sehr gerne die Leine, fühlen sich groß und spielen auch Ball, mit Stöckern usw.. Ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen und habe es mir für meine Kinde immer gewünscht.
Auch wenn wir ab und zu eingeschränkter sind oder uns organisieren müssen – ich bin glücklich das wir sie haben.

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