Lockdown – Kontaktsperren – wer denkt an unsere Kinder?

Im November Lockdown Light, wir wussten Alle – das wird nichts, nun noch der Lockdown. So kam es im November.  In der Zeitung lesen wir, “Verlängerung Lockdown 8 – 10 Wochen.” Die Gedanken, die wohl vielen Menschen in dem Moment durch den Kopf gingen: „Das kann doch nicht sein – hoffentlich nicht!“ Aus der Vergangenheit haben wir allerdings gelernt, schreibt es die Zeitung, mit der sich Jeder eine Meinung bilden kann, kommen die Maßnahmen. Scheinbar sitzt dort Jemand direkt an der Quelle. Von Ende Januar noch acht bis zehn Wochen – dann wären wir wirklich kurz vor Ostern.

Ich will jetzt gar nicht weiter darauf eingehen was das für unsere Wirtschaft bedeutet, für die kleinen Tanzstudios, Fitness Clubs oder Läden, die sowieso schon in ländlichen Regionen um ihre Existenz kämpfen. Ich möchte heute über die schreiben, die es, wie ich finde, auch am härtesten trifft  – unsere Kinder.

Kinderrechte im Grundgesetz

Kürzlich stand in der Zeitung, die Kinderrechte kommen in das Grundgesetzt. Damit werden Kinderrechte gesetzlich verankert. Die Kleinsten der Gesellschaft sollen Gehör finden. Unsere Kinder haben Rechte und sind kleine Persönlichkeiten, die Bedürfnisse haben, um die sich auch die Politik kümmern muss. Es ist nicht nur wichtig, dass die Eltern arbeiten gehen können, auch Kinder müssen toben, spielen und soziale Kontakte haben dürfen. Wir Menschen sind Rudeltiere und unsere Kinder werden in einer Gesellschaft groß, die mit ihnen interagiert, sie fordert und fördert.

Wo finden Kinder in der Corona Pandemie Gehör?

Die Politik hat sicherlich keinen einfachen Stand. Sie müssen für ein ganzes Land Entscheidungen treffen, Menschenleben schützen und retten und einen Weg finden, der von der Bevölkerung getragen wird. Ohne die Akzeptanz funktioniert es nicht, denn ein ganzes Land lässt sich nicht kontrollieren. Meiner Meinung nach gibt es aber nicht nur wirtschaftliche Interessen sondern auch an die Kleinsten muss gedacht werden, wenn neue Maßnahmen beschlossen werden.

Unsere Kinder verzichten bereits seit März 2020. Zwischenzeitig gab es zwar Sportangebote aber nur mit Auflagen, Gruppenbeschränkungen und ganz und gar nicht so, wie sie es gewöhnt und geliebt haben. Seit November verzichten sie außerdem auf:

  • Freizeitmöglichkeiten, wie bspw. schwimmen gehen, Kino, Theater, Jugendtreffen, Indoor Spielhallen usw..
  • Hobbies wie bspw. Kinderturnen, Fußball, Mannschaftsportarten generell, reiten usw..
  • einkaufen gehen, denn viele Eltern lassen ihre Kinder zu Hause
  • Besuche bei Kindergeburtstagen
  • Kindergarten- und Schulfeiern
  • Normalen Schul- und Kindergartenalltag (dort haben sie getrennte Gruppen, abgesperrte Spielplätze usw.)
  • Geburtstagsfeiern innerhalb der Familie
  • Treffen mit neuen Freunden
  • Spielen mit anderen (fremden) Kindern auf Spielplätzen
  • Rodeln im Schnee/ Berge
  • Neue Freunde werden oft nicht getroffen, denn wer weiß mit welchen Leuten die Familie Kontakt hatte. Ausgewählte Freunde seit einem Jahr.

    Seit der Verschärfung des Lockdowns, dürfen die Kinder nur noch getrennt zu Oma und Opa oder zu anderen Freunden und entweder Oma oder Opa dürfen zu Besuch kommen aber nicht mehr Beide zusammen. Kindergeburtstage – gestrichen, Schul- und Kindergartenveranstaltungen – gestrichen. Zu Besuch irgendwo hinfahren, ist durch die Kontaktbeschränkung gar nicht mehr erlaubt. Gemeinsam frühstücken – gestrichen.

    Unsere Kinder sagen: „Wir wünschen uns, dass Corona bald vorbei ist.“ Das wünschen sich sicherlich alle Menschen aber welche Tragweite hat es, wenn die Kinder es schon sagen?

    Unsere Kinder, die so tapfer und ohne murren Maske tragen, sich die Hände waschen, in kalten Klassenzimmern lernen und zwischen homeschooling, Wechselunterricht und Präsenzunterricht hin und her wechseln. Die verständnisvoll auf Geburtstagsparty verzichten, die Großeltern schützen und akzeptieren, dass sie besser nicht mit in den Supermarkt kommen. Sie ertragen alle Maßnahmen, sie machen mit und Niemand sieht, dass auch die Kinder unter der Situation leiden.

    Wir müssen mit Corona lernen zu leben und umzugehen. Es ist wirklich an der Zeit, dass wir nicht nur Angst und Panik verbreiten sondern aktiv neue Maßnahmen und Wege gehen. Unsere kleinen Betriebe, die mit Herzblut und ihrem Privatvermögen eine kleine Existenz aufgebaut haben, müssen geschützt werden, unsere alten Menschen dürfen nicht in Einsamkeit sterben und unsere Kinder müssen die Chance bekommen, sich in einer Gesellschaft zu entwickeln und beweisen zu können.

    Das bedingt kreative, neue Wege und Ideen. Laden auf und Laden zu, kann nicht die Lösung des Problems sein. Ja, wir leben in einer Pandemie. Corona ist gefährlich und für unsere ältesten Mitmenschen oft auch tödlich. Diese müssen wir als Gesellschaft schützen – selbstverständlich.  Wir müssen auch sehen, dass unsere Krankenhäuser nicht an der Belastungsgrenze oder darüber hinaus arbeiten. Niemand möchte in die Notaufnahme kommen und leider muss ein alter Mensch dann sterben, weil es kein anderes Bett mehr gibt und Du selbst jung bist. Das möchte wirklich Niemand und Alle hoffen auf die Impfung.

Die Impfung wird Corona nicht eliminieren

Bis auf die Pocken hat es noch keine Impfung geschafft, eine Krankheit komplett auszurotten. Sind wir realistisch, auch bei Corona wird das wahrscheinlich nicht passieren und durch den Klimawandel, ist der nächste Virus bestimmt auch schon in den Startlöchern. Wir als Gesellschaft können uns heute schon vorbereiten und neue Wege gehen.

Wer meckert sollte auch Vorschläge liefern

Ja, reden und meckern das können sie Alle aber konstruktive Vorschläge kommen selten. Wir Bürger und Bürgerinnen sollten kreativ werden, Ideen entwicklen und sammeln. Vielleicht eine Plattform, die Ideen und Wege sammelt, in der Welt recherchiert und schaut, welche Möglichkeiten andere Länder nutzen und welche Varianten haben wirklich funktioniert. Wir können aktiv sein, wir können das  an die Politiker weiter reichen und unseren Beitrag dazu leisten. Sachlich und fundiert. Wir sollten nicht nur meckern sondern kreativ in die Zukunft denken. Wir sind alle keine Virologen, um Ideen anzubringen müssen wir das aber auch nicht sein.

Wir alle wollen wieder normal leben, ohne strenge Maßnahmen. Für unsere Kinder, alten Menschen und uns selbst.

Ideen Maßnahmen im Alltag

Last but not least - Corona ist da & ist gefährlich!

Meiner Meinung nach halten sich sehr viele Menschen an die Maßnahmen. Einige sicherlich auch nicht aber das ist nicht der Großteil der Bevölkerung. Die Akzeptanz sinkt mit jeder Verschärfung immer weiter. Die Leute haben oft die Mentalität: „Dann bekomme ich eben Corona und entweder schaffe ich es oder nicht. Ich möchte mein altes Leben zurück.“ Darüber spricht Niemand. Die Stimmung auf social media wird immer lauter. Verschwörungstheoretiker bekommen immer mehr Zulauf. Zum einen weil sie es geschickt anstellen und Viele gar nicht wissen, wie sie fake news erkennen können aber zum anderen auch, weil die Bevölkerung kein Ende, keine Strategie und keine Hoffnung auf Besserung sieht.

Für Alle die denken, es „ist nur eine Grippe“. Schaut nach England, Irland oder in unsere Nachbarländer. Corona ist da und es ist gefährlich. Es sterben jeden Tag an die 1.000 Menschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie mit, an oder an irgendeinem anderen Virus gestorben sind. Sie sind tot. Dahinter steht eine Familie – Angehörige und Menschen, die sich noch ein paar schöne Jahre, Urlaube oder Zeit zusammen gewünscht haben. Echte Menschen, mit Gefühlen und einem traurigen Weg. Viele konnten sich nicht verabschieden, nicht die Hand halten und auch keine Trauerfeier ausrichten, so wie wir das kennen und gewohnt sind. Es ist ein leichtes, eine Maske zu tragen, ausgewählte Kontakte zu treffen und sich an ein paar Spielregeln zu halten.  Wirklich Jeder sollte Quellen auf Impressum prüfen oder nach dem Verfasser in Suchmaschinen suchen. Sich die andere Seite durchlesen oder die Mühe machen nach Bildern zu suchen, um fake news zu entarnen. Ja unsere Grundrechte sind eingeschränkt und nein, es kann nicht ewig so weiter gehen. Solange wir aber noch keinen Weg gefunden haben, keine innovativen und kreativen Ideen kommen – solange bleibt uns nur ein Lockdown. Dabei sollten unsere Kinder aber dennoch Beachtung finden und auch das Menschen nicht sozial vereinsamen. Denn sonst haben wir nach Corona ganz andere Probleme – mit depressiven Menschen, Panik- und Angstzuständen usw.. Wir müssen den Mittelweg versuchen zu finden und zu gehen – Jeder kann seinen Beitrag leisten. Corona existiert und ist keine Erfindung. Spätestens wer es selbst mit einem mittleren Verlauf hatte oder Jemanden verloren hat, weiß wovon ich spreche. Wir müssen zusammen halten.

Die Regierung kann das Infektionsgeschehen selbst nicht beeinflussen. Wenn ein mutiertes England-Virus kommt und sich schnell ausbreitet, als das wir impfen können. Was sollen sie machen? Sie müssen handeln – das ist ihr Job.  Es müssen Strategien und Ziele vorgegeben werden – dass die Akzeptanz wieder steigt und das wir gemeinsam noch durchhalten, bis das Schlimmste überstanden ist. Wir müssen auch mutig sein und schauen, welche Läden wieder öffnen dürfen – Lichtblicke – Vernunft und Akzeptanz. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Schreibt mir gerne in die Kommentare wie ihr das seht oder eure Ideen. Ich werde das sammeln und immer wieder öffentlich machen. 

Mamazeiten - Kinder Lockdown

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