Mama die Superheldin und Managerin aber nie gut genug

Mama die Superheldin und was es wirklich heißt Mama zu sein, dass ist bestimmt keiner Frau wirklich vorher bewusst. Irgendwann möchten die meisten Paare eine Familie gründen. Wie wohl die Mischung aussehen wird? Wir sind bereit die Verantwortung zu übernehmen und aus zwei Leuten eine Familie werden zu lassen. Es kommen große Veränderungen auf uns zu. Wir wissen, das Leben wird sich ändern und auf den Kopf gestellt aber es macht uns keine Angst. Zumindest nicht so Große, dass wir das Abenteuer nicht wagen würden. Dazu sind wir von der Natur her ausgelegt und geschaffen – Fortpflanzung – . Wenn der kleine Mensch dann erstmal im Bauch ist, beginnt das Leben der Frau sich schon sehr zu verändern. Wir haben Verantwortung für das kleine Wesen in uns und verzichten auf rauchen, Alkohol, rohe Eier und passen auf, dass wir uns nicht überanstrengen. Der eigene Körper tourt zu Höchstleistungen auf und wir werden mit einer Erfahrung belohnt, die unbeschreiblich schön ist – ein Kind wächst in uns heran. Eine Schwangerschaft ist auch mit Schmerzen, Ängsten und Hormonfluten verbunden. Spätestens nach der Geburt, wenn das Kleine wohlbehalten auf der Welt ist, durchströmt uns ein Gefühl, dass wir noch nie wirklich erlebt haben: Unendliche Liebe und Stolz. Dieses kleine, hilflose Geschöpf braucht uns nun rund um die Uhr und stellt das Leben so ziemlich auf den Kopf. Es beschert uns so wundervolle Momente aber auch Sorgen und Ängste, Arztbesuche, Entscheidungen und schlaflose Nächte. Mit dem Tag ist eine Frau zur Mama geworden, ein Mann zu einem Papa und gemeinsam sind wir eine Familie. 

Mamazeiten - Superheldin
Superheldin in klein

Ab dem Tag X dreht sich das Leben um den kleinen Erdenbürger (manchmal auch Mehrere). Das Baby bestimmt den Tagesablauf und auch die Schlafenszeiten der Eltern. Meistens geht der Papa nach einer gewissen Zeit wieder zur Arbeit und somit zurück in eine gewohnte Umgebung und alte Routine. Für die Frau wird es dieses Stück “altes Leben” aber nie wieder geben. Selbst wenn die Mama wieder arbeiten geht, dann meist nicht mehr in Vollzeit und sie ist Mama – wenn der Kindergarten anruft, das Kind ist krank – muss sie los. Sie wird auch vom Arbeitgeber mit einem anderen Blickwinkel betrachtet – kurzum auch Karrieremöglichkeiten sind nun erschwert. 

In einem Leben mit ein, zwei oder mehreren Kindern ist die Mutter die Hauptperson – die Superheldin. Geht es ihr gut, geht es den Kindern gut. Hat sie schlechte Laune, sind die Kinder anstrengender und ist sie genervt, tanzen die Kleinen auf den Tischen. Ein Stimmungsbarometer in jeglicher Hinsicht. Doch welche Jobs hat eine Mama eigentlich. Ich muss zugeben, mir sind einige eingefallen aber es gibt bestimmt noch mehr:

Mama die Superheldin – weil …

  1. Managerin
  2. Putzfrau
  3. Waschfrau
  4. Bedienung/ Service
  5. Köchin
  6. Animateurin
  7. Gärtnerin
  8. Nachhilfelehrerin
  9. Sekretärin
  10. Geliebte (gut das ist nicht wirklich ein Job)
  11. Psychologin
  12. Trainerin 
  13. Handwerkerin
  14. Innenarchitektin
  15. Kinderfriseuse
  16. Hundetrainerin
  17. Krankenschwester
  18. Tierpflegerin

Wenn nun Jemand sagt: Na das stimmt ja so nicht, dann möchte ich gerne einen Einblick in einen typischen Tagesablauf geben. Als Mama muss ich wirklich an Alles denken, planen, organisieren und wissen. 

06:30 Uhr  – Der Wecker klingelt. Entweder müssen die Sachen der Kinder noch heraus gesucht werden oder bestenfalls ist das bereits am Vorabend passiert. Hose, Schlüpf, Unterhemd, Socken, Tshirt usw.. Anziehen und ab in die Küche. Frühstück vorbereiten, Tisch decken und Brotdosen für Schule und Kindergarten machen. 

07:00 Uhr – Wake Up Call – Die Kinder wecken und anziehen, frühstücken und Zähne putzen/waschen. Daran denken, wenn im Kindergarten/ Schule irgendwelche Termine sind, ob schon Spielzeug mitgenommen wurde oder nicht und ggfls. Diskussionen führen, warum bei -10 Grad die Jacke angezogen wird. Außerdem die Uhr im Kopf, dass wir ja pünktlich sind. Eventuell noch die Diskussion – ich möchte aber nicht in den Kindergarten und im schlimmsten Fall, weint das Kind bei der Verabschiedung. Also geht Mama mit einem schlechten Gewissen aus dem Kindergarten, entweder direkt zur Arbeit oder nach Hause – immer in der Hoffnung, hoffentlich geht es den lieben Kleinen gut, tun sich nicht weh oder sind noch lange traurig.

08.00 Uhr – Alle abgegeben und Blick auf den Speiseplan. Der Kopf ist schon am überlegen, was machen wir heute Nachmittag, welche Termine stehen an und was gibt es zu essen. Brötchen holen, nach Hause fahren und selbst frühstücken. 

08:30 – 12.00 Uhr – Haushalt juchhee. Wäsche waschen, putzen, aufräumen, bügeln, Essen vorbereiten, ggfls. auch in den Garten gehen aber halt stopp, dann bleibt der Haushalt auf der Strecke. Telefonate führen, Termine vereinbaren, Ablage machen oder auch die Einkommensteuererklärung. Mit dem Hund noch eine Runde gehen und nebenbei noch den nächsten Urlaub planen und organisieren. Die Vormittage sind verplant. Trifft sich eine Mama mit einer Freundin, bleibt zu Hause Alles liegen – der Stress steigt. Von arbeitenden Mamas mal gar nicht die Rede – da geht es nach dem Kindergarten ins Büro und Haushalt und Wäsche usw. muss am Abend oder am Wochenende organisiert werden. 

12.30 Uhr – ready vor take off – vorher vielleicht noch schnell einkaufen, das Essen vorbereiten und den Hund kämmen. 

13.30 Uhr Die Kinder sind zu Hause und haben natürlich Hunger. Wozu bezahlen wir eigentlich das Mittagessen im Kindergarten? Nach einer Mittagspause startet dann das Nachmittagsprogramm. Entweder hobbies, Spielbesuche usw…

18.00 Uhr Abendbrotzeit. Tisch decken, Essen machen, alles wieder aufräumen, Kinder umziehen, Abendrituale wie Geschichte vorlesen, Zähne putzen usw..

Sind die Kinder im Bett, muss noch das Chaos vom Vortag aufgeräumt werden, der Hund hat Hunger und möchte spielen und da sitzt auch noch Einer auf dem Sofa. Ach ja, das ist ja der Ehemann. 

Mamazeiten die Superheldin
Mamazeiten die Superheldin

Als Mama und natürlich auch Papa, möchte man immer Alles richtig machen, wohlüberlebte Entscheidungen treffen und im Sinne meiner Kinder handeln. Die meisten Mamas setzen sich unwahrscheinlich hohe Ziele und Ansprüche. Zu Hause soll es sauber sein aber genügend Zeit für die Kinder soll auch da sein. Die Kinder sollen Sozialkontakte haben und gefördert werden. Außerdem möchte die Mama selbst nicht zu kurz kommen und auch eine gute Ehefrau sein. Der Spagat zwischen Arbeit, Familie und Freunden ist sehr groß und an manchen Tagen klappt es besser, an Anderen gar nicht so gut. Natürlich kommt der Besuch immer, wenn gerade “Land unter” zu Hause ist. Wenn es chaotisch ist, die Mama sich vielleicht wirklich mal einen freien Vormittag gegönnt hat oder einen “bad hair Day” hat. Das gleiche Phänomenen wie mit Jogginghose einkaufen gehen. Die Garantie dafür Jemanden zu treffen. So ist es zu Hause eben auch – Schwiegermutter oder Tante klingeln nur, wenn es zu Hause nicht aufgeräumt ist. An Tagen wo die Wohnung blitzt und blinkt, kommt mit Sicherheit Niemand. Das Problem haben wahrscheinlich alle Familien und ist normal. 

Zu Hause gibt es immer Etwas zu tun – Fenster putzen, Gardinen waschen, Staub und die Kinder bringen auch jede Menge Dreck mit rein. Das ist der normale Wahnsinn – das haben Alle. Bei jeder Aktion die Entscheidung, spiele ich mit den Kindern oder befasse ich mich mit aufräumen, waschen, Garten usw.. Wenn ich das Eine mache, bleibt das Andere dabei auf der Strecke. Es ist nie gut genug – es ist immer Arbeit und auch wenn Mamas und Papas Superhelden für die Kinder sind – den Tag verlängern können wir nicht. Der hat 24 Stunden – 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. 

Die Trotzphase gibt es nicht!

Die so genannte Autonomiephase, wenn Kinder sich auf den Boden werfen, der liebste Satz: "alleine machen" ist. Wie Eltern gut durch diese Phase kommen...
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Mamazeiten - Trotzphase

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Super Artikel am besten finde ich die Passage mit “…Besuch kommt immer nur, wenn daheim Land unter ist…” Schön, dass es anderen auch so geht wie uns!
    Der Besuch der zu uns kommt kann sich manchmal schon glücklich schätzen, wenn er/sie bei der Haustür herein kommt ohne an einem Marmeladen Fleck kleben zu bleiben
    Alles Liebe
    Sonja

  2. Dankeschön! Ja es ist tatsächlich – ich kann es auch nicht erklären warum 🙂

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