Mobbing in der Schule – Mobbing allgemein

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  • Beitrag veröffentlicht:April 27, 2020

Mobbing kommt aus dem Englischen. „Mob“ bedeutet soviel wie „Mehrheit“. Meistens sind es mehrere Leute, die es auf eine einzelne Person abgesehen haben. Mobbing kann verschiedene Formen annehmen.

Erkennst Du dich in einer der nachfolgenden Situationen wieder?

Lassen Dich Mitschüler regelmäßig nicht zu Wort kommen?

Immer wenn Du ein Gespräch oder Satz anfängst, wirst Du unterbrochen oder es werden Witze, abfällige Kommentare usw. gegeben?

Machen Sie Witze auf deine Kosten?

Wenn Du den Raum betrittst, werden Witze über Dich gemacht, die Anderen lachen und Du fühlst Dich unwohl?

Lachen Sie Dich aus?

Lachen Dich Mitschüler aus, wenn Du bspw. einen Ball nicht fängst oder egal was Du machst?

Wirst Du schikaniert oder vorgeführt?

Wirst Du vorgeführt, nachgeäfft oder schikaniert?

Wirst Du geschlagen oder bespuckt?

Gibt es bereits Gewalt, dass Andere Dich schubsen, schlagen oder bespucken?

Wirst Du beschimpft?

Werden Dir miese und vulgäre Schimpfwörter entgegen geschleudert?

Wirst Du bedroht?

Wirst Du verbal oder per handy, mail usw. bedroht? Nach dem Motto..."beim nächsten Mal..."

Hast Du körperliche Symptome?

Leidest Du schon an Appetitverlust, Alpträumen oder bist oft traurig? Auch Kopf- und Bauchschmerzen oder richtig Angst, können Symptome sein!

Siehst Du keinen Ausweg mehr?

Siehst Du keinen Sinn mehr im Leben und keinen Weg raus?

Hast Du das Gefühl Niemand hilft Dir?

Hast Du das Gefühl, Niemand hilft Dir, Du bist allein und hilflos? Selbst der Lehrer/ die Lehrerin unternimmt nichts gegen das Mobbing?

STOPP!

Es gibt einen Weg! Auch für DICH!

STOPP - Dein Weg raus! - Unterstützung & Hilfe!

Die Körperhaltung ist entscheidend, wenn zwei Menschen aufeinander treffen und in ein Gespräch kommen. Steht Dir Jemand gegenüber, der zu Boden schaut und nicht in die Augen schauen kann, umgibt diesen Menschen meist eine unsichere Ausstrahlung. Damit Du aus dem Mobbing raus kommst, mache diese Übungen täglich, um eine bessere Körperhaltung zu bekommen:

  • Brust raus, Kopf hoch: Schaue nach vorne und gehe aufrecht. Versuche das in allen möglichen Situationen zu üben.
  • Lächle bewusst. Auch wenn Du dich traurig fühlst, versuche die Menschen bewusst anzulächeln. Nach einer Zeit wirst Du merken, dass die Leute sich freuen und zurück lächeln. 
  • Übe die Körperhaltung vor dem Spiegel zu Hause und lächle und schaue Dich bewusst an. Auch wenn Du denkst: “Ich bin nicht schön” Versuche Dinge in deinem Gesicht zu finden, die Dir gefallen. Denke immer positiv!
  • Sei mutig und traue Dich

Nicht nur die Körperhaltung ist entscheidend sondern auch dein Verhalten im allgemeinen. Um mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, kannst Du die folgenden Übungen immer wieder machen:

  • Blickkontakt – Halte in Gesprächen den Blickkontakt. Das ist sehr schwer und bedarf viel Übung. Du wirst die Erfahrung machen, dass die meisten Menschen das nicht sehr lange können. 
  • Gehe durch die Straßen und schaue den Leuten direkt in die Augen – bis sie weg gucken. Das übt, um in Gesprächen den Blickkontakt halten zu können. 
  • Sei mutig und spreche fremde Menschen an. Frage sie bspw. nach der Uhrzeit oder dem Weg. Das ist sehr schwer am Anfang aber mit der Zeit wirst Du bemerken, dass es immer leichter fällt.  
  • Denke immer positiv

Auch wenn Du denkst, deine Situation ist derzeit aussichtslos und es gibt keinen Weg aus dem Mobbing, versuche an deiner Einstellung zu arbeiten. Eine positive Einstellung, bringt auch eine positive Ausstrahlung. Auch wenn es Dir merkwürdig vorkommt und Du dich lächerlich fühlst, versuche die Übungen jeden Tag durchzuführen und zu wiederholen:

  • Stelle Dich vor den Spiegel und lächel Dich für mind. 1 Minute an
  • Überlege Dir einen positiven Satz, der Dich den gesamten Tag begleitet. bpsw. “Heute wird ein guter Tag und ich bin gut so, wie ich bin.”
  • Versuche den Tag mit Ritualen zu füllen:
    • Morgens: Tages-Motivation: Heute wird ein guter Tag oder ich bin gut so wie ich bin oder ähnliches
    • Abends: Überlege Dir wofür Du wirklich dankbar gewesen bist. Gab es Situationen, die Dich glücklich gemacht haben?

Konzentriere Dich auf wirklich schöne Erlebnisse und positive Eigenschaften.

  • Spreche mit deinen Eltern

Oft merken Eltern nicht, was wirklich los ist. Versuche es aus ihrer Sicht zu sehen. Je nachdem wie alt Du bist, bist Du vielleicht auch schon in der Pubertät und da gibt es sowieso mehr Streit als sonst. Dennoch, Du bist das Kind und Eltern möchten in der Regel, dass es ihren Kindern gut geht. Wenn Du dich nicht traust darüber zu sprechen, schreibe einen Brief und bitte sie um Hilfe. Sie werden Dir bestimmt helfen. Sei mutig!

  • Spreche mit deinen Freunden oder anderen Verwandten

Wenn Du richtig gute Freunde hast, versuche mit ihnen über deine Situation zu sprechen. Bitte sie um Hilfe und sage ihnen, dass Du nicht weiter weißt. Schreibe einen Brief, wenn Du darüber nicht persönlich sprechen magst.

  • Spreche mit Eltern von deinen Freunden oder Bekannten

Hast Du den Eindruck, dein Freund/ deine Freundin hat richtig tolle Eltern, die sich kümmern und einsetzen? Versuche mit ihnen ein Gespräch zu führen und erkläre ihnen deine Notsituation. Sie werden sicherlich unterstützen und Dir versuchen zu helfen. Sei mutig – nur wenn Du dich öffnest, können Dir andere Menschen auch helfen.

  • Spreche mit deinem Trainer/Trainerin

Jeder Versuch ist ein richtiger Schritt raus aus dem Mobbing. Auch wenn es für Dich aussichtslos erscheint. Es gibt den Spruch “Versuch macht klug”. Du kannst es nur wissen, wenn Du es probiert hast. Nutze alle Kontakte und Möglichkeiten, die Dir einfallen, um Hilfe zu erhalten.

  • Spreche immer wieder mit der Schule

Gehe zum Vertrauenslehrer/-in oder Schulsozialarbeiter/-in immer wieder und bitte direkt und mit voller Überzeugung um Hilfe. Sie sind verpflichtet Dich zu unterstützen. Es ist wichtig, dass Du nicht nur erzählst worum es geht sondern auch, dass Du gezielt um Hilfe bittest. Egal mit wem Du sprichst, es muss deutlich werden, dass Du nicht nur deine Sorgen los werden möchtest, sondern das Du nicht mehr weiter weißt und alleine keinen Weg findest.

  • Hilfe aus dem Internet

Auch im Internet bekommst Du professionelle Hilfe. Die Nummer gegen Kummer ist anonym und Du hast die Möglichkeit, über deine Probleme zu sprechen. Auf social Media gibt es einige Mobbinggruppen, die Dir ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen. Werde aktiv!

unbezahlte Werbung! Quelle: Nummer gegen Kummer

anonym und kostenlos
vom Handy und Festnetz

montags – samstags
von 14 – 20 Uhr

www.nummergegenkummer.de

  • Beratungsstellen

In jeder größeren Stadt gibt es Beratungsstellen, die Dir weiterhelfen können. Diese kannst Du per Suchmaschine finden oder über das Kinder-und Jugendtelefon oder bspw. Sorgenmail.de.

  • Polizei

Wenn Du attackiert wurdest, geschlagen oder Opfer von anderen Gewalttaten, kannst Du dich natürlich auch an die Polizei wenden oder auch den Notruf wählen. Du musst es nicht ertragen und kannst Dich wehren. 

Es gibt Hilfe!

Du siehst, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um Hilfe zu erhalten. Auch wenn Du verzweifelt bist und denkst, mir hilft sowieso Niemand – gibt nicht auf, versuche es weiter. Es wird Jemanden geben, der dich unterstützt. Deine Eltern, Freunde oder Beratungsstellen on- und offline! Du hast den ersten Schritt gemacht und liest hier – mache weiter und gebe nicht auf! Es gibt einen Weg – auch für Dich! 

Mamazeiten - Gegen Mobbing & Gewalt
  • Wer war beteiligt?

Schreibe alle Personen auf, die bei dem kleinsten Vorfall beteiligt waren. 

  • Was hat wer gemacht?

Notiere stichpunktartig wer was gemacht hat in welcher Funktion, wie bspw. Täter, stand rum usw..

  • Ort, Datum & Zeit

Notiere unbedingt das Datum, den Ort und die Zeit.

  • Was genau ist passiert?

Versuche in Stichpunkten den genauen Ablauf zu erfassen. Was genau war der Auslöser, wer hat angefangen, welche Schimpfwörter hat wer gesagt usw.?

  • Nach der Tat/ Vorfall

Welche Personen wurden zur Hilfe geholt. Bitte bei beteiligten Personen erfassen. Wie wurde mit der Situation umgegangen und gelöst? 

  • Gedanken & Gefühle

Notiere immer auch deine eigenen Empfindungen und Gefühle zum Abschluss.