Ein deutscher Weihnachtsbrauch? Die Weihnachtsgurke

Ehrlich gesagt habe ich von diesem Brauch nur durch Zufall gehört und kenne ihn gar nicht. Dabei soll er angeblich in Deutschland entstanden sein. Auch meine Eltern und Alle, die ich gefragt habe, haben noch nie von der Weihnachtsgurke gehört. In Amerika hingegen ist es ein typischer Weihnachtsbrauch, den wohl so ziemlich jeder Amerikaner auch kennt. In Deutschland ist die Gurke erst seit ein paar Jahren wieder zurück und entwickelt sich zu einem neuen Weihnachtstrend. 

Die Geschichte der Weihnachtsgurke

So richtig weiß es wohl Niemand, wie es die Weihnachtsgurke an die Christbäume geschafft hat. Allerdings hat von einigen Jahren eine Berliner Zeitung recherchiert und die Geschichte eines deutschen Auswanderers gefunden, der im amerikanischen Bürgerkrieg kämpfte und schwer verletzt wurde. Auf dem Sterbebett wünschte er sich eine Gewürzgurke. Diesen Wunsch erfüllten ihm seine Kameraden und wie durch ein Wunder, wurde er wieder gesund. Seitdem glaubten die Leute, dass es an dem Verzehr der Gewürzgurke gelegen haben muss. Wie nun die Gurke an den Weihnachtsbaum gekommen ist und ob es mit dieser Geschichte zusammen hängt, ist bis heute unklar. Die Recherchen gehen bis 1847 zurück, wo in Lauscha/Thüringen die ersten Glasfrüchte als Christbaumschmuck gefertigt wurden – als Ersatz für echte Früchte. So wurden neben Nüssen, Äpfeln usw. auch die Gurke handgefertigt. Der Baumschmuck dieser Zeit wurde 1880 durch Frank Winfield Woolworth in die USA exportiert. Seitdem gibt es diese Tradition. 

Der Weihnachtsgurkenbrauch

Der in Amerika bekannte Brauch “hide the christmas pickle”, entwickelt sich in Deutschland zu einem neuen Weihnachtstrend. Die aus Glas hergestellte Gurke gibt es in verschiedenen Größen. Sie wird zwischen den Zweigen des Weihnachtsbaumes versteckt. Der Erste, der die Weihnachtsgurke entdeckt, erhält der ursprünglichen Tradition nach, ein zusätzliches Geschenk. Es gibt mittlerweile auch Anpassungen, dass Derjenige, der den Anhänger als Erstes findet, das erste Geschenk öffnen darf. Außerdem soll es Glück für das kommende Jahr bringen und der Finder darf die Gurke behalten. Die unterschiedlichen Größen sollen den Schwierigkeitsgrad erhöhen und können für Kinder altersentsprechend genutzt werden. Bei mehreren Kindern können auch entsprechend viele Gurken aufgehängt werden. Zum Einen als Andenken und das jedes Kind auch ein Erfolgserlebnis haben darf. 

Ob nun Legende oder nicht, es ist ein lustiger Weihnachtsbrauch, der Kindern bestimmt sehr gefallen wird und jede Menge Spaß bringt. Außerdem kann durch aufhängen von mehreren Gurken auch das Geschenke auspacken, zu einem Erlebnis werden. Wie oft spielt sich die Szene ab, dass die Kinder ein Paket nach dem Anderen aufreißen. Ich selbst kenne es auch, dass beispielsweise gewürfelt wird. Jeder der eine “sechs” schafft, darf ein Paket öffnen. Für kleine Kinder kann das aber sehr frustrierend sein, wenn sie nur warten müssen und die Geschenke aber vor ihnen liegen. Ich persönlich finde diesen Brauch sehr schön und wir werden in diesem Jahr drei kleine Gurken im Baum verstecken. 

Die Gurke könnt ihr über den folgenden Link beziehen  – Weihnachtsgurke kaufen (3er) oder die  2er Gurke  (Werbelinks/ Affiliate Links)

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit dieser schönen und lustigen Tradition!

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