Gastbeitrag “Wochenspeiseplan + 7 Tipps zum Geld sparen”

Ich freue mich so sehr, denn mit dem Gastbeitrag von Nadine – Dresdenmutti, startet die Blogreihe Familie – So leben und lieben Familien in Deutschland, mit neuen Familien und Geschichten. Das Leben ist bunt und jede Familie ist individuell. Nadine stellt in ihrem Gastbeitrag 7 Tipps vor, wie effektiv Geld gespart werden kann und bringt direkt noch einen gesunden Wochenessensplan mit. Nadine, Herzlichen Dank für deine Teilnahme!

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Gastbeitrag von Nadine

Was Kinder essen und was sie nicht essen, ist immer wieder einen Blick über den Tellerrand wert. Schnell stellt man dabei fest: Jede Familie isst anders. Danke liebe Janina, dass ich heute deinen Leserinnen und Lesern auf Mamazeiten mal einen Wochenessensplan von uns zeigen darf. Freut euch auf etwas Inspiration, denn nichts ist schlimmer als Langeweile in der Küche und so schauen wir uns alle immer mal wieder nach neuen Ideen um, oder? Mir geht es zumindest so.

Vorab gibt es noch ein paar Spartipps fürs Einkaufen, die ich selbst mal mehr mal weniger gut umsetze. Insgesamt bin ich aber ganz gut darin „das Geld zusammen zu halten“ und berichte auch auf meinem Blog immer wieder gern über Spartipps oder tiefere Finanzthemen.

Gerade beim Einkaufen ist wirklich viel Potential da, eure Ausgaben zu schonen. Ich spare sehr gezielt Geld, das ich mir zur Seite lege – so sehe ich tatsächlich, wie das Gesparte wächst. Ich habe gemerkt, dass es mich nicht wirklich happy macht, beim Einkaufen weniger auszugeben, um dann aber jeden Tag einen Coffee-to-go zu kaufen und das Geld wieder zu verbraten. Wie siehst du das?

Hier sind meine Tipps:

 

Damit meine ich, dass ich grundsätzlich Ausgaben hinterfrage. Bevor ich nach einer günstigen Anschaffung suche, frage ich mich erstmal, ob ich dafür überhaupt Geld ausgeben muss. Wasser beispielsweise kommt ja kostenlos aus dem Wasserhahn und muss gar nicht gekauft werden. Statt eines teuren Coffee-to-go verzichte ich inzwischen lieber auf den Kaffee.

Der Coffee-to-go ist eine dieser Angewohnheiten, die ich hatte, aber es gibt noch viele weitere mehr: abends eine Tüte Chips aufknabbern, nach dem Kindergarten beim Bäcker anhalten und Brezeln kaufen, jedes Mal im Schwimmbad Pommes kaufen oder sich etwas anderes „gönnen“. Wenn man mal schaut, wieviel Geld durch das „sich was gönnen“ verloren geht, entdeckt man vielleicht auch Einsparpotentiale.

Das bedeutet nicht, dass ich mir nie etwas gönne, aber das mache ich lieber bewusster als zwischen Tür und Angel. Wie viel bedeutet mir so ein Coffee-to-go wirklich?

Es gibt tolle Saisonkalender für Obst und Gemüse im Internet, wenn man sich nicht gut auskennt, aber man sieht es auch deutlich an den Preisen. Wenn wir von dem Gedanken einer ständigen Verfügbarkeit unserer Lieblings-Obst und -Gemüsesorten wegkommen und mehr das essen, was gerade wächst, schonen wir auch den Geldbeutel.

Die Kinder wollen naschen und du hast direkt Smarties, Eiscreme oder Gummibärchen im Sinn? Hier gibt es eigentlich ganz nette und günstige Alternativen wie zum Beispiel Popcorn-Mais. Aus einer 500g-Packung für 1,50 € kannst du Popcorn für mehrere Filmabende selbst herstellen (und den Zuckergehalt selbst steuern). Oder du kochst Pudding (ein Päckchen Puddingpulver kostet ca. 12 Cent, eine halbe Milch ca. 30 Cent).

Statt Kiwis und Mangos erfüllen auch Äpfel und Bananen ihren Zweck, auch wenn sie nicht so exotisch sind.

Einkaufen muss gar nicht teuer sein, wenn man sich an die Klassiker hält: Nudel, Reis, Kartoffeln. Diese drei sind immer unschlagbar günstig und du kannst die ganze Familie davon ernähren. In Kombination mit saisonalem Gemüse entsteht schnell eine einfache, günstige Mahlzeit.

Wenn ich für ein einzelnes Abendessen einkaufen gehe, nehme ich keinen Einkaufswagen oder Korb mit. So kann ich nur das kaufen, was ich auch tragen kann – und das sind in der Regel die sinnvollen Sachen. Besondere Angebote, die ich aber gar nicht unbedingt brauche, bleiben liegen.

Das Geld liegt vielleicht nicht auf der Straße, das Essen aber oft schon. Schau mal genau hin und sei aufmerksam. Ich stelle dir gleich zwei Gerichte vor, die wir gekocht haben, und bei denen ich auf kostenlose Lebensmittel zugreifen konnte: den Kürbis für die Suppe hat jemand auf Arbeit verschenkt, eine Ladung Gemüse blieb im Kindergarten bei der Vesper übrig. Hier schlägt eine Klappe zwei Fliegen: Ich spare Geld und die Lebensmittel wandern nicht in den Müll.

Äpfel oder Birnen pflücken, Pilze sammeln, Nüsse auflesen oder Brombeeren ernten – die Natur gibt viel her. Hör dich auch mal um, wer auf seinem Grundstück Obstbäume stehen hat. Häufig werden Kirschen oder Äpfel gar nicht abgeerntet, weil es einfach „zu viel“ ist oder die Zeit fehlt.

Foto: Nadine - Dresden Mutti Blog
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Wochenspeiseplan - Familie 4 Personen

Wir sind eine 4-köpfige Familie mit zwei Töchtern im Alter von 6 und 5 Jahren, dh. beide essen schon ganz normal mit uns mit, haben aber natürlich auch ihre Vorlieben und Eigenheiten. Heute zeige ich, was wir diese Woche gegessen haben.

Foto: Nadine - Dresden Mutti Blog
Montag: Kürbissuppe - wir begrüßen den Herbst

Eine Kürbissuppe bietet sich im Herbst natürlich an, denn momentan gibt es Kürbisse wieder überall zu kaufen. Wer Suppen liebt – und das tun meine Kinder – der kann mit Kürbissuppe wenig falsch machen. Nur das Schneiden ist eine Herausforderung!

Zwiebeln und Knoblauch werden in Butter gedünstet und anschließend kommen die Kürbisstücke hinzu. Ich brate sie etwas an. Dann wird das Gemüse mit 2l Gemüsebrühe gelöscht und noch 20 Minuten kochen gelassen. Zum Würzen nehme ich neben Salz und Pfeffer auch gern Muskat.

Foto: Nadine - Dresden Mutti Blog
Dienstag: Gemüse - Reis Pfanne

Am Dienstag habe ich verschiedenes Gemüse aus dem Kindergarten mit nach Hause genommen, das von der Vesper noch übrig war – die perfekte Grundlage fürs Abendessen! Heute schmore ich das Gemüse in der Pfanne an und füge eine Honig-Senf-Soße hinzu (ein Löffel Honig, ein Löffel Senf, etwas Olivenöl), anschließend kommt noch eine große Tasse Gemüsebrühe hinzu.

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Mittwoch: Selbstgemachte Burger

Für die selbstgemachten Burger muss man wenig kochen oder braten, sondern in erster Linie schneiden: Tomaten, Gurken, Zwiebeln. Mais und Ananas gibt´s aus der Dose, Käse aus der Packung und Ketchup und Mayonnaise aus dem Glas. Die Brötchen werden im Backofen ausgebacken und wer mag, kann sich noch eine (Gemüse-) Frikadelle anbraten. Ich selbst mag auch gerne Spiegelei dazu und vielleicht noch etwas Salat.

Das Gute an Burgern ist, dass sich jeder das nehmen kann, was ihm gut schmeckt, denn belegt wird natürlich selbst. So gibt´s kein „Ich mag das aber nicht“ am Essenstisch.

Donnerstag: Milchreis

Wer es gerne süß mag, für den ist der Donnerstag-Tipp bestimmt eine gute Idee. Milchreis kommt bei fast allen Kindern gut an und ist dabei noch superschnell gemacht. Ich halte mich dabei einfach an die Packungsanleitung.

Klassisch dazu kann man heiße Kirschen machen: Ich nehme 5 Esslöffel des Kirschsafts und vermenge ihn mit Speisestärke. Den restlichen Kirschsaft (aus dem Glas) lasse ich mit 2 Teelöffeln Zucker aufkochen und rühre dann mein Speisestärke-Gemisch ein. Auf diese Weise dickt der Saft an und wenn ich meine Kirschen hinzugebe, hat der Saft die perfekte Konsistenz.

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Freitag: Pizza

Freitag nach der Arbeit besteht immer Grund zum Jubeln! Hoch die Hände, Wochenende! – naja fast, mein Mann muss jeden zweiten Samstag in die Berufsschule, aber auch da tröstet eine gute Pizza drüber hinweg. Entweder macht mein Mann den Teig selbst oder wir kaufen ein fertiges Pizzakit und belegen die Pizza für die Kinder mit Tomatensoße, Mais und Käse und für uns etwas ausgefallener.

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Samstag: Spagetti mit Tomatensauce oder Spinat

Mein Highlight der Woche sind immer die Spaghetti! Eigentlich könnte ich jeden Tag Spaghetti essen, denn zusammen mit Spinat, Knoblauch und Reibekäse sind sie einfach der Burner! Oder mit Tomatensoße. Meine große Tochter mag alles gern, meine kleine Tochter isst ihre Nudeln am liebsten ohne Soße.

Ich habe dieses Gericht für den Samstag ausgesucht, weil wir hier meistens keine Zeit oder Lust haben, aufwändig zu kochen. Es stehen oft so viele Punkte auf dem Programm, dass unser Essen lieber schnell gehen soll.

Sonntag: Lasagne mit Brokkoli

Sonntags nehmen wir uns dafür etwas mehr Zeit für die Zubereitung. Ich dünste wieder Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne, gebe den Brokkoli hinzu und lösche alles mit 200ml Gemüsebrühe. In dieser köchelt das Gemüse noch kurz. Ich gieße die Brühe dann ab, damit ich das Gemüse mit 2 Eiern und einer Packung Frischkäse vermengen kann.

Nun wird die Auslaufform typisch für eine Lasagne befüllt: abwechselnd lege ich die Käseplatten und das Gemüse in die Form. Oben wird noch Käse darüber gestreut und dann backe ich die Lasagne eine dreiviertel Stunde im Backofen.

Lasst es euch schmecken!

Das war ein Einblick in unseren Dresden Mutti-Wochenplan. Wahrscheinlich ist er etwas anders als euer Wochenplan, kann ich mir denken, denn eins ist doch sicher: „Jede Familie isst anders“. In dem Sinne: Guten Appetit.

Ihr könnt Nadine auf ihrem Blog besuchen – ihr findet sie unter DresdenMutti – hier klicken

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